Neuigkeiten aus dem Projekt
Interviews mit Lehrkräften der Projektschulen
Zur Erfassung der Perspektiven aus der schulischen Praxis führte das MuDiKo-Projektteam leitfadengestützte Interviews mit den im Projekt beteiligten Musiklehrkräften. Im Fokus standen Fragen zum aktuellen Einsatz digitaler Medien, zu schulischen Rahmenbedingungen, zu Potenzialen und Herausforderungen sowie zur Rolle des Musikunterrichts für die Förderung von Medienkompetenz. Auch Erwartungen, Wünsche und Bedarfe der Lehrkräfte wurden systematisch erhoben.
Die Interviews bieten einen Einblick in Unterrichtspraxis, Haltungen und Entwicklungsbedarfe und bilden damit die Basis für eine nun beginnende qualitative Auswertung. Ziel der Analyse ist es, zentrale Muster und thematische Schwerpunkte herauszuarbeiten, die sowohl die Weiterentwicklung der Lehr-Lern-Arrangements als auch die wissenschaftliche Arbeit im Projekt unterstützen.
Austausch in der Förderlinie Digi III: Spannende Einblicke zu Konzepten digitaler Kompetenzen
Das Metavorhaben der Förderlinie Digi III lud die Projektteams zu einem gemeinsamen Online-Meetup ein, um sich über Konzepte digitaler Kompetenzen auszutauschen. In der Veranstaltung wurde deutlich, wie vielfältig die theoretischen Bezugspunkte innerhalb der Projekte sind: Von etablierten Kompetenzmodellen bis hin zu fachspezifischen Ansätzen zeigten sich unterschiedliche Perspektiven darauf, wie digitale Kompetenzen im Bildungsbereich gefasst werden können.
Der Austausch machte zugleich sichtbar, dass viele Projekte – ebenso wie MuDiKo – vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wenn es um die empirische Erfassung digitaler Kompetenzen geht. Fragen nach geeigneten Messinstrumenten, nach Operationalisierungen und nach der Übertragbarkeit bestehender Verfahren bleiben zentrale Entwicklungsfelder im Förderschwerpunkt.
Austausch mit den Bremer Philharmonikern zu möglichen Kooperationen
Bei einem ersten Treffen zwischen dem MuDiKo-Projektteam und den Bremer Philharmonikern stand das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch über potenzielle Synergien im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden Ansatzpunkte für zukünftige Kooperationen im Bereich digital gestützter musikpädagogischer Angebote ausgelotet. Im Gespräch stellten beide Seiten aktuelle technische Entwicklungen vor. Die gewonnenen Eindrücke dienen als Grundlage für weitere Gespräche über mögliche Formen der Zusammenarbeit.
Co-Design zu KI-Assistent-Prototyp mit Lehrkräften
Im Rahmen der Co-Designphase präsentierte das MuDiKo-Projektteam den Lehrkräften den aktuellen Prototyp des digitalen Übungs-Tools. Gemeinsam wurde das Tool getestet, um erste Eindrücke aus der schulischen Praxis zu gewinnen.
Die Lehrkräfte bewerteten das KI-generierte Feedback als noch zu technisch und komplex für die Schüler*innen. Sie wünschten sich insbesondere, dass das Feedback stärker die Richtigkeit von Noten und Akkorden in den Vordergrund stellt, während Tempo, Rhythmus und Lautstärke zunächst eine geringere Rolle spielen sollten.
Die Anmerkungen der Lehrkräfte liefern wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Tools und fließen direkt in die nächste Iteration ein. Gleichzeitig äußerten die Lehrkräfte die Absicht, das Tool später auch im regulären Unterricht auszuprobieren, um seine Praxistauglichkeit zu testen.
Seminarstart „Digitale Welten“ an der Universität Bremen
Im Wintersemester 2025 startete an der Universität Bremen das Seminar „Digitale Welten“, in dem angehende Musik-Lehrkräfte sich damit beschäftigen, wie Digitalkompetenzen im Musikunterricht gezielt vermittelt werden können. Gemeinsam mit Hannah-Lynn Breul und Prof. Andreas Lehmann-Wermser entwickeln die Studierenden Lehr-Lern-Arrangements, die direkt im Unterricht an Projektschulen erprobt werden.
Das Seminar nutzt die Synergien des MuDiKo-Projekts: Studierende können ihre Konzepte gemeinsam mit den Lehrkräften der Projektschulen praktisch erproben, praxisnahes Lernen erfahren und zugleich wertvolle Rückmeldungen aus dem Unterricht erhalten. Gleichzeitig kann das Projekt MuDiKo die entwickelten Lehr-Lern-Arrangements im Sinne seiner Forschungsziele systematisch begleiten und auswerten, sodass innovative Ansätze für die Förderung von Digitalkompetenzen direkt erprobt und wissenschaftlich untersucht werden.
Prototypische Entwicklung eines KI-gestützten Feedback-Tools zum Musiklernen
Im Projekt MuDiKo arbeiten wir derzeit an einem digitalen Tool, das Schüler*innen beim eigenständigen Üben unterstützen soll. Ziel ist, dass sie individuelles Feedback sowie konkrete Tipps zu ihrer Musik erhalten.
Die Lehrkraft stellt eine Referenzaufnahme bereit, die als musikalisches Vorbild dient. Die Schüler*innen spielen das Stück nach und erzeugen so Übungsdaten, die das Tool für die Weitergabe an ein sogenanntes Large Language Modell aufbereitet. In der schulischen KI-Umgebung Telli können die Schüler*innen ihre musikalische Leistung analysieren lassen und erhalten im Dialog praktische Hinweise, Tipps, Lob und Motivation zum Weiterüben.
Unser Tool unterstützt die Schüler*innen dabei, ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten zu reflektieren und Lernfortschritte gezielt zu erkennen. Gleichzeitig eröffnet die Arbeit mit der KI die Möglichkeit, Digitalkompetenzen zu fördern: Die Schüler*innen lernen im schulisch geschützten Kontext, digitale Werkzeuge aktiv zu nutzen und kritisch mit den Ergebnissen einer KI umzugehen. So verbindet der Einsatz des Tools praxisnahes Musizieren mit einer reflektierten Auseinandersetzung mit digitalen Technologien – und bildet damit einen zentralen Baustein der Projektarbeit.
Start der Co-Designphase
Am 22. Mai 2025 begann im Projekt MuDiKo die Co-Designphase zur gemeinsamen Entwicklung digital gestützter Lehr-Lern-Arrangements. In einem zweiwöchentlichen Rhythmus erarbeiten Lehrkräfte und Mitglieder des Projektteams in kollaborativen Workshops erste prototypische Unterrichtskonzepte. Ziel ist es, praxisnahe, anschlussfähige und iterativ weiterentwickelbare Szenarien für den Einsatz im Musikunterricht zu gestalten. Die Co-Designprozesse bilden einen zentralen Bestandteil des Design-Based-Research-Ansatzes im Projekt.
Besuche an Bremer Schulen
Im März 2025 besuchten Hendrik Park und Hannah-Lynn Breul die Lehrkräfte der am MuDiKo-Projekt teilnehmenden Bremer Schulen. Ziel der Besuche war es, ein erstes Bild von den schulischen Rahmenbedingungen zu gewinnen. Neben dem persönlichen Austausch standen insbesondere die technische Ausstattung, medienbezogene Voraussetzungen und schulorganisatorische Aspekte im Fokus. Die Eindrücke fließen in die weitere Konzeption der Lehr-Lern-Arrangements ein
Erstes Treffen mit Lehrkräften am ifib
Am 6. Februar 2025 kamen Lehrkräfte kooperierender Bremer Schulen am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) mit dem MuDiKo-Projektteam zusammen. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen sowie die Vorstellung des Projekts. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für die weitere Zusammenarbeit.
Projekt MuDiKo offiziell gestartet
Mit dem offiziellen Projektstart von MuDiKo am 01. Januar 2025 beginnen die Arbeiten an einem innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Förderung digitaler Kompetenzen im Musikunterricht. Im Fokus stehen die Konzeption, Erprobung und Evaluation von Lehr-Lern-Arrangements in der schulischen Musikbildung, die musikalische und medienbezogene Kompetenzen gleichermaßen fördern. Die Projektarbeit erfolgt im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes, der eine enge Verzahnung von Theorieentwicklung, unterrichtlicher Praxis und empirischer Evaluation ermöglicht.
Zum Auftakt erfolgte das Onboarding der neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Hannah-Lynn Breul und Hendrik Park, die das Projektteam in den Bereichen musikpädagogischer Bildungsforschung und nutzerzentrierter Softwareentwicklung verstärken.
Die ersten Arbeitsschritte der Projektinitiierung umfassen die Entwicklung eines detaillierten Projektplans, die Festlegung forschungspraktischer Abläufe sowie die Abstimmung mit projektbeteiligten Institutionen. Parallel dazu wurde mit der gezielten Akquise von Bremer Schulen und Lehrkräften begonnen, die als Kooperationspartner für die Umsetzung und Evaluation der Projektmaßnahmen gewonnen werden sollen.
