Neuigkeiten aus dem Projekt

Interdisziplinäre Verstärkung für das MuDiKo-Team

Seit August 2026 wird das MuDiKo-Team durch Kjell Erik Ihlo als neuen studentischen Mitarbeiter verstärkt. Kjell studiert Musik und Informatik auf Lehramt und bringt damit fachliche Perspektiven aus beiden zentralen Bereichen des Projekts zusammen. 

Im Projekt unterstützt er unter anderem die Entwicklung und Erprobung der digital gestützten Lehr-Lern-Arrangements sowie die Weiterentwicklung der eingesetzten technischen Anwendungen. Durch seine Verbindung von musikpädagogischen, informatischen und schulpraktischen Perspektiven kann er insbesondere an Fragen mitarbeiten, die sowohl die fachliche Gestaltung des Musikunterrichts als auch die technische Umsetzung betreffen. 


Abschied aus dem MuDiKo-Team und Start ins Referendariat  

Zum Juli 2026 verabschiedet sich Marlene Gabel aus dem MuDiKo-Projekt, um in das Referendariat zu starten. Als studentische Hilfskraft im Bereich Musikpädagogik unterstützte Marlene das Projekt unter anderem bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, der Vorbereitung und Begleitung der schulischen Erprobungen sowie bei organisatorischen und wissenschaftlichen Aufgaben. 

Mit der Verbindung aus musikpädagogischer Expertise und eigener schulpraktischer Erfahrung hat Marlene die Projektarbeit in vielfältiger Weise bereichert. Wir bedanken uns herzlich für die engagierte Zusammenarbeit und die zahlreichen Impulse und wünschen für den Start in den Vorbereitungsdienst viel Erfolg, spannende Erfahrungen und alles Gute.


Auswertung und Weiterentwicklung während der Sommerpause 

Mit Beginn der schulischen Sommerferien endet der erste Erhebungszyklus des Projekts. Während die Projektschulen in die Sommerpause gehen, beginnt für das MuDiKo-Team eine intensive Phase der Auswertung und Weiterentwicklung. 

Die erhobenen Beobachtungen, Interviews, Fragebögen und Unterrichtsmaterialien werden aufbereitet und schrittweise analysiert. Parallel dazu wird die Unterrichtseinheit „Beats bauen“ auf Grundlage der ersten Erfahrungen überarbeitet. Dabei geht es unter anderem darum, Aufgabenstellungen zu präzisieren, technische und organisatorische Abläufe anzupassen und die Einbindung des KI-gestützten Feedbacks weiterzuentwickeln. Zugleich entstehen erste Ideen für zusätzliche Lehr-Lern-Arrangements, die weitere Themen des Musikunterrichts mit der Förderung von Digitalkompetenzen verbinden. 


MuDiKo in der Ringvorlesung zur Ästhetischen Erziehung 

Im Juni 2026 war MuDiKo mit einer Sitzung in der Ringvorlesung „Forschungsperspektiven der Ästhetischen Erziehung und deren Bezugsdisziplinen“ an der Universität zu Köln vertreten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Projekt mit seinen Zielen, theoretischen Grundlagen und bisherigen Entwicklungsschritten vorgestellt. 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Erwerb von Digitalkompetenzen fachlich sinnvoll in ästhetische und insbesondere musikpädagogische Bildungsprozesse eingebunden werden kann. Diskutiert wurden sowohl die Potenziale und Notwendigkeiten digitalitätsbezogenen Lernens als auch die damit verbundenen Herausforderungen und Grenzen. Dabei ging es unter anderem um das Verhältnis von fachlichen Lernzielen und Digitalkompetenzen, um geeignete didaktische Konzepte sowie um die Bedingungen, unter denen digitale und KI-gestützte Anwendungen im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können. 

Darüber hinaus stellte das MuDiKo-Team Erfahrungen aus der bisherigen Projektarbeit und dem ersten Erhebungszyklus vor. Die Beobachtungen aus den Projektschulen boten eine konkrete Grundlage, um Fragen der Unterrichtsgestaltung, der praktischen Umsetzbarkeit und der wissenschaftlichen Begleitung gemeinsam mit den Teilnehmenden zu diskutieren.  


Abschluss des Universitätsseminars „Digitale Welten im Musikunterricht – Unterrichtskonzepte zur Förderung von Medienkompetenzen entwickeln und erproben“ 

Mit dem Ende des Semesters wurde auch das projektbezogene Universitätsseminar „Digitale Welten im Musikunterricht – Unterrichtskonzepte zur Förderung von Medienkompetenzen entwickeln und erproben“ abgeschlossen. Im Seminar beschäftigten sich Lehramtsstudierende mit der Frage, wie digitalitätsbezogene Kompetenzen fachlich sinnvoll in den Musikunterricht integriert werden können. Sie setzten sich mit verschiedenen didaktischen Konzepten auseinander, entwickelten eigene Unterrichtsideen und erprobten ausgewählte Stunden an den beteiligten MuDiKo-Projektschulen. 

Als Studien- und Prüfungsleistung erstellten die Studierenden digitale Portfolios. Darin dokumentierten und reflektierten sie den Verlauf des Seminars, die behandelten Konzepte sowie die Planung, Erstellung und Durchführung ihrer Unterrichtsstunden. Darüber hinaus hielten sie weitere Unterrichtsideen fest, die im Laufe des Seminars entstanden waren. 

Die Portfolios machen sowohl die individuellen Lernprozesse der Studierenden als auch die Erfahrungen aus der schulischen Erprobung sichtbar. Die darin festgehaltenen Beobachtungen, Reflexionen und Unterrichtsentwürfe liefern zugleich wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung von Lehr-Lern-Arrangements im Projekt MuDiKo.


Start der ersten Feldphase an drei Projektschulen 

Mit dem ersten Erhebungszyklus ist MuDiKo in die schulische Feldphase gestartet. An drei Projektschulen wurde die Unterrichtseinheit „Beats bauen mit GarageBand“ in jeweils vier bis fünf Doppelstunden durchgeführt. Die Schüler*innen beschäftigten sich mit dem Nachbauen und Gestalten von Beats und erprobten dabei auch das im Projekt entwickelte KI-gestützte Feedback-Tool. 

Die Durchführung wurde durch verschiedene Formen der Datenerhebung wissenschaftlich begleitet. Dazu gehören Unterrichtsbeobachtungen, Interviews mit den beteiligten Lehrkräften, Kurzfragebögen für die Schüler*innen sowie die im Unterricht entstandenen Materialien und Arbeitsergebnisse. Die unterschiedlichen Datenquellen sollen Aufschluss darüber geben, wie die Unterrichtseinheit angenommen und umgesetzt wurde, welche Lern- und Arbeitsprozesse entstanden und an welchen Stellen Überarbeitungsbedarf besteht. 


Informatik-Team im Projekt verstärkt 

Seit Mai 2026 unterstützt David Cheng als studentische Hilfskraft aus dem Bereich Informatik das MuDiKo-Projekt. David wirkt insbesondere an der technischen Weiterentwicklung, Erprobung und Dokumentation der im Projekt eingesetzten digitalen Anwendungen mit. 


Unterrichtseinheit „Beats bauen“ nimmt Gestalt an 

Das MuDiKo-Team hat gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften eine mehrstündige Unterrichtseinheit zum Thema „Beats bauen mit GarageBand“ entwickelt. Die Einheit verbindet musikpraktisches Arbeiten mit Recherche, Quellenarbeit und der reflektierten Auseinandersetzung mit KI-basierten Anwendungen. 

Zu Beginn recherchieren die Schüler*innen zu zwei Künstler*innen und setzen sich damit auseinander, wie Informationen gefunden, ausgewählt und anhand geeigneter Quellen überprüft werden können. Je nach Schwerpunkt und Entscheidung der jeweiligen Lehrkraft kann dabei auch der Einsatz von KI-Anwendungen thematisiert und kritisch reflektiert werden. 

Anschließend lernen die Schüler*innen grundlegende Funktionen von GarageBand kennen. Sie untersuchen bestehende Beats, versuchen diese möglichst genau nachzubauen und wenden die dabei gewonnenen Kenntnisse schließlich bei der Gestaltung eigener Beats an. 

Zum Abschluss beschäftigen sich die Schüler*innen mit der Frage, was hilfreiches musikalisches Feedback auszeichnet. Sie formulieren zunächst selbst Rückmeldungen zu den entstandenen Beats und vergleichen diese anschließend mit den Ergebnissen eines KI-gestützten Feedback- und Analyse-Tools. Dabei reflektieren sie, welche Aspekte die unterschiedlichen Rückmeldungen aufgreifen, wie verständlich und hilfreich sie sind und wo die Möglichkeiten und Grenzen automatisierter musikalischer Analysen liegen.


Vorstellung des Projektes beim SKB 

Im Februar 2026 stellte das MuDiKo-Team das Projekt bei dem Senator für Kinder und Bildung (SKB) vor. An dem Gespräch nahmen Vertreter*innen verschiedener Arbeitsbereiche teil. Neben einem Einblick in die Ziele und den bisherigen Verlauf des Projekts ging es vor allem darum, mögliche Anknüpfungspunkte innerhalb der Bildungsverwaltung zu identifizieren und relevante Zuständigkeiten und Ansprechpersonen kennenzulernen. 

Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf dem im Projekt eingesetzten KI-gestützten Feedback-Tool. Diskutiert wurde insbesondere, wie das Tool perspektivisch an schulische Lernmanagementsysteme angebunden werden könnte. Darüber hinaus wurde erörtert, welche Möglichkeiten bestehen, für die Umsetzung die datenschutzkonforme Schul-KI AIS.chat zu nutzen und welche technischen Schnittstellen oder Weiterentwicklungen dafür erforderlich wären. 

Der Austausch half dem Projektteam dabei, die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen besser einzuordnen und mögliche Wege für eine schulisch anschlussfähige Weiterentwicklung des Tools auszuloten. Zugleich konnten relevante Zuständigkeiten und Ansprechpersonen für die nächsten Schritte identifiziert werden. 


Studierende erproben Unterrichtsideen an den Projektschulen 

Im Rahmen des Seminars „Digitale Welten im Musikunterricht – Unterrichtskonzepte zur Förderung von Medienkompetenzen entwickeln und erproben“ entwickelten Studierende der Universität Bremen eigene Unterrichtsstunden zur Förderung von Digitalkompetenzen im Musikunterricht. Im Anschluss besuchten sie die am Projekt beteiligten Schulen, um ausgewählte Konzepte gemeinsam mit den dortigen Musiklehrkräften praktisch zu erproben. 

Die Schulbesuche ermöglichten den Studierenden, ihre Planungen unter realen Unterrichtsbedingungen umzusetzen und unmittelbare Erfahrungen mit den Voraussetzungen und Herausforderungen digital gestützten Musikunterrichts zu sammeln. Gleichzeitig erhielt das MuDiKo-Projekt neue Impulse für mögliche Lehr-Lern-Arrangements. Die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den Erprobungen fließen in die Reflexion und Weiterentwicklung der Unterrichtsideen ein.


Flexiblere Austauschformate mit den Projektlehrkräften

Zu Beginn der Zusammenarbeit fanden monatliche digitale Gruppentreffen mit allen beteiligten Lehrkräften statt. Im Projektverlauf zeigte sich jedoch, dass ein gemeinsamer fester Termin den unterschiedlichen Stundenplänen und schulischen Verpflichtungen der Lehrkräfte nur bedingt gerecht wird. Das Austauschformat wurde daher flexibler gestaltet. 

Seit Januar 2025 finden individuelle wöchentliche Planungstermine mit einzelnen Lehrkräften statt, die beispielsweise auch während einer Freistunde stattfinden können. So können Fragen, Unterrichtsvorhaben und Unterstützungsbedarfe gezielter und zeitnaher besprochen werden. Die Anpassung ermöglicht eine engere Begleitung und berücksichtigt zugleich die organisatorischen Bedingungen des schulischen Alltags. 


Qualitative Auswertung der Lehrkräfteinterviews gestartet 

Nach der Durchführung und Aufbereitung der Interviews mit den beteiligten Musiklehrkräften hat das MuDiKo-Team mit der systematischen Codierung des Materials begonnen. In den Interviews berichteten die Lehrkräfte von ihrer Nutzung digitaler Medien, ihren Einstellungen gegenüber digitalen Technologien sowie von schulischen Rahmenbedingungen, Potenzialen und Herausforderungen. 

Mithilfe eines qualitativen Kategoriensystems werden wiederkehrende Themen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Interviews herausgearbeitet. Die Ergebnisse sollen ein differenziertes Bild der schulischen Ausgangslage ermöglichen. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Lehr-Lern-Arrangements, die sowohl an den Bedarfen der Lehrkräfte als auch an den konkreten Bedingungen des Musikunterrichts anknüpfen. 


Verstärkung für die musikpädagogische Projektarbeit 

Seit Oktober 2025 wird das MuDiKo-Team durch Marlene Gabel als studentische Hilfskraft im Bereich Musikpädagogik verstärkt. Marlene unterstützt das Projekt insbesondere bei der Entwicklung und Aufbereitung der Lehr-Lern-Arrangements sowie bei organisatorischen und wissenschaftlichen Aufgaben. 

Durch die zusätzliche musikpädagogische Perspektive können Unterrichtsmaterialien, Erprobungen und Auswertungsprozesse noch enger begleitet werden.  


Teilnahme am Fachforum Musik von lernen:digital 

Im November 2025 nahm das MuDiKo-Projektteam am digitalen Fachforum Musik/Kunst/Sport des Kompetenzverbunds lernen:digital teil. Das virtuelle Messeformat bot Einblicke in Unterrichtskonzepte und Fortbildungsangebote, die in den Projektverbünden des Kompetenzzentrums forschungsbasiert entwickelt werden. Im Mittelpunkt standen Ansätze für die Gestaltung digitalen und digital gestützten Unterrichts in den Fächern Musik, Kunst und Sport. 

Das Fachforum richtete sich insbesondere an Fortbildner*innen, Multiplikator*innen, Fachreferent*innen der Landesinstitute sowie weitere Akteur*innen der Lehrkräftefort- und -weiterbildung. Für MuDiKo bot die Veranstaltung die Möglichkeit, Impulse für die eigene Projektarbeit aufzunehmen, sich mit anderen Projekten und Vertreter*innen der Transferpraxis auszutauschen und Anknüpfungspunkte für die Weitergabe der entwickelten Lehr-Lern-Arrangements und Fortbildungsangebote zu diskutieren. 


Interviews mit Lehrkräften der Projektschulen

Zur Erfassung der Perspektiven aus der schulischen Praxis führte das MuDiKo-Projektteam leitfadengestützte Interviews mit den im Projekt beteiligten Musiklehrkräften. Im Fokus standen Fragen zum aktuellen Einsatz digitaler Medien, zu schulischen Rahmenbedingungen, zu Potenzialen und Herausforderungen sowie zur Rolle des Musikunterrichts für die Förderung von Medienkompetenz. Auch Erwartungen, Wünsche und Bedarfe der Lehrkräfte wurden systematisch erhoben.

Die Interviews bieten einen Einblick in Unterrichtspraxis, Haltungen und Entwicklungsbedarfe und bilden damit die Basis für eine nun beginnende qualitative Auswertung. Ziel der Analyse ist es, zentrale Muster und thematische Schwerpunkte herauszuarbeiten, die sowohl die Weiterentwicklung der Lehr-Lern-Arrangements als auch die wissenschaftliche Arbeit im Projekt unterstützen.


Austausch in der Förderlinie Digi III: Spannende Einblicke zu Konzepten digitaler Kompetenzen

Das Metavorhaben der Förderlinie Digi III lud die Projektteams zu einem gemeinsamen Online-Meetup ein, um sich über Konzepte digitaler Kompetenzen auszutauschen. In der Veranstaltung wurde deutlich, wie vielfältig die theoretischen Bezugspunkte innerhalb der Projekte sind: Von etablierten Kompetenzmodellen bis hin zu fachspezifischen Ansätzen zeigten sich unterschiedliche Perspektiven darauf, wie digitale Kompetenzen im Bildungsbereich gefasst werden können.

Der Austausch machte zugleich sichtbar, dass viele Projekte – ebenso wie MuDiKo – vor ähnlichen Herausforderungen stehen, wenn es um die empirische Erfassung digitaler Kompetenzen geht. Fragen nach geeigneten Messinstrumenten, nach Operationalisierungen und nach der Übertragbarkeit bestehender Verfahren bleiben zentrale Entwicklungsfelder im Förderschwerpunkt.


Austausch mit den Bremer Philharmonikern zu möglichen Kooperationen

Bei einem ersten Treffen zwischen dem MuDiKo-Projektteam und den Bremer Philharmonikern stand das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch über potenzielle Synergien im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden Ansatzpunkte für zukünftige Kooperationen im Bereich digital gestützter musikpädagogischer Angebote ausgelotet. Im Gespräch stellten beide Seiten aktuelle technische Entwicklungen vor. Die gewonnenen Eindrücke dienen als Grundlage für weitere Gespräche über mögliche Formen der Zusammenarbeit.


Co-Design zu KI-Assistent-Prototyp mit Lehrkräften

Im Rahmen der Co-Designphase präsentierte das MuDiKo-Projektteam den Lehrkräften den aktuellen Prototyp des digitalen Übungs-Tools. Gemeinsam wurde das Tool getestet, um erste Eindrücke aus der schulischen Praxis zu gewinnen.

Die Lehrkräfte bewerteten das KI-generierte Feedback als noch zu technisch und komplex für die Schüler*innen. Sie wünschten sich insbesondere, dass das Feedback stärker die Richtigkeit von Noten und Akkorden in den Vordergrund stellt, während Tempo, Rhythmus und Lautstärke zunächst eine geringere Rolle spielen sollten.

Die Anmerkungen der Lehrkräfte liefern wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Tools und fließen direkt in die nächste Iteration ein. Gleichzeitig äußerten die Lehrkräfte die Absicht, das Tool später auch im regulären Unterricht auszuprobieren, um seine Praxistauglichkeit zu testen.


Seminarstart „Digitale Welten“ an der Universität Bremen

Im Wintersemester 2025 startete an der Universität Bremen das Seminar „Digitale Welten“, in dem angehende Musik-Lehrkräfte sich damit beschäftigen, wie Digitalkompetenzen im Musikunterricht gezielt vermittelt werden können. Gemeinsam mit Hannah-Lynn Breul und Prof. Andreas Lehmann-Wermser entwickeln die Studierenden Lehr-Lern-Arrangements, die direkt im Unterricht an Projektschulen erprobt werden.

Das Seminar nutzt die Synergien des MuDiKo-Projekts: Studierende können ihre Konzepte gemeinsam mit den Lehrkräften der Projektschulen praktisch erproben, praxisnahes Lernen erfahren und zugleich wertvolle Rückmeldungen aus dem Unterricht erhalten. Gleichzeitig kann das Projekt MuDiKo die entwickelten Lehr-Lern-Arrangements im Sinne seiner Forschungsziele systematisch begleiten und auswerten, sodass innovative Ansätze für die Förderung von Digitalkompetenzen direkt erprobt und wissenschaftlich untersucht werden.


Prototypische Entwicklung eines KI-gestützten Feedback-Tools zum Musiklernen

Im Projekt MuDiKo arbeiten wir derzeit an einem digitalen Tool, das Schüler*innen beim eigenständigen Üben unterstützen soll. Ziel ist, dass sie individuelles Feedback sowie konkrete Tipps zu ihrer Musik erhalten.

Die Lehrkraft stellt eine Referenzaufnahme bereit, die als musikalisches Vorbild dient. Die Schüler*innen spielen das Stück nach und erzeugen so Übungsdaten, die das Tool für die Weitergabe an ein sogenanntes Large Language Modell aufbereitet. In der schulischen KI-Umgebung Telli können die Schüler*innen ihre musikalische Leistung analysieren lassen und erhalten im Dialog praktische Hinweise, Tipps, Lob und Motivation zum Weiterüben.

Unser Tool unterstützt die Schüler*innen dabei, ihre eigenen musikalischen Fähigkeiten zu reflektieren und Lernfortschritte gezielt zu erkennen. Gleichzeitig eröffnet die Arbeit mit der KI die Möglichkeit, Digitalkompetenzen zu fördern: Die Schüler*innen lernen im schulisch geschützten Kontext, digitale Werkzeuge aktiv zu nutzen und kritisch mit den Ergebnissen einer KI umzugehen. So verbindet der Einsatz des Tools praxisnahes Musizieren mit einer reflektierten Auseinandersetzung mit digitalen Technologien – und bildet damit einen zentralen Baustein der Projektarbeit.


Start der Co-Designphase

Am 22. Mai 2025 begann im Projekt MuDiKo die Co-Designphase zur gemeinsamen Entwicklung digital gestützter Lehr-Lern-Arrangements. In einem zweiwöchentlichen Rhythmus erarbeiten Lehrkräfte und Mitglieder des Projektteams in kollaborativen Workshops erste prototypische Unterrichtskonzepte. Ziel ist es, praxisnahe, anschlussfähige und iterativ weiterentwickelbare Szenarien für den Einsatz im Musikunterricht zu gestalten. Die Co-Designprozesse bilden einen zentralen Bestandteil des Design-Based-Research-Ansatzes im Projekt.


Besuche an Bremer Schulen

Im März 2025 besuchten Hendrik Park und Hannah-Lynn Breul die Lehrkräfte der am MuDiKo-Projekt teilnehmenden Bremer Schulen. Ziel der Besuche war es, ein erstes Bild von den schulischen Rahmenbedingungen zu gewinnen. Neben dem persönlichen Austausch standen insbesondere die technische Ausstattung, medienbezogene Voraussetzungen und schulorganisatorische Aspekte im Fokus. Die Eindrücke fließen in die weitere Konzeption der Lehr-Lern-Arrangements ein


Erstes Treffen mit Lehrkräften am ifib

Am 6. Februar 2025 kamen Lehrkräfte kooperierender Bremer Schulen am Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) mit dem MuDiKo-Projektteam zusammen. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen sowie die Vorstellung des Projekts. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für die weitere Zusammenarbeit.


Projekt MuDiKo offiziell gestartet

Mit dem offiziellen Projektstart von MuDiKo am 01. Januar 2025 beginnen die Arbeiten an einem innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Förderung digitaler Kompetenzen im Musikunterricht. Im Fokus stehen die Konzeption, Erprobung und Evaluation von Lehr-Lern-Arrangements in der schulischen Musikbildung, die musikalische und medienbezogene Kompetenzen gleichermaßen fördern. Die Projektarbeit erfolgt im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes, der eine enge Verzahnung von Theorieentwicklung, unterrichtlicher Praxis und empirischer Evaluation ermöglicht.

Zum Auftakt erfolgte das Onboarding der neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen Hannah-Lynn Breul und Hendrik Park, die das Projektteam in den Bereichen musikpädagogischer Bildungsforschung und nutzerzentrierter Softwareentwicklung verstärken.

Die ersten Arbeitsschritte der Projektinitiierung umfassen die Entwicklung eines detaillierten Projektplans, die Festlegung forschungspraktischer Abläufe sowie die Abstimmung mit projektbeteiligten Institutionen. Parallel dazu wurde mit der gezielten Akquise von Bremer Schulen und Lehrkräften begonnen, die als Kooperationspartner für die Umsetzung und Evaluation der Projektmaßnahmen gewonnen werden sollen.